Ärzte Zeitung online, 29.12.2009

Arthritis bei Schuppenflechte wird oft übersehen

BONN (eb). Neue Studien bestätigen: Menschen mit Schuppenflechte neigen zu entzündlichem Gelenkrheuma, der Psoriasis-Arthritis. Weil Hauterkrankung und Gelenkbeschwerden bisher aber nur selten in einen Zusammenhang gestellt werden, erfolgt die Diagnose der Psoriasis-Arthritis häufig zu spät. Wenn die Krankheit dann erkannt ist, sind die Gelenke oft schon unwiderruflich geschädigt.

Mit einer Aufklärungskampagne zum Krankheitsbild Psoriasis-Arthritis will die Deutsche Rheuma-Liga (DRL) deshalb dazu beitragen, dass immer mehr Patienten, Ärzte und Berater sensibel werden für den Zusammenhang der beiden Symptome, teilt die DRL mit. Professor Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin und Präsidentin des Verbandes: "Wir wollen Patienten und Ärzte, die unklare Symptome diagnostizieren, wachsam machen. Und wir wollen Menschen, die schon länger mit Psoriasis-Arthritis leben, verlässliche Informationen geben."

Ist die Krankheit erst einmal diagnostiziert, könnte den Betroffenen viel Lebensqualität zurückgegeben werden. Die Deutsche Rheuma-Liga fordert deshalb optimierte Fortbildungen zum Krankheitsbild, die Weiterentwicklung der Therapie und die verstärkte Zusammenarbeit von Dermatologen und Rheumatologen. Mit einer neuen Broschüre "Psoriasis-Arthritis - Schuppenflechte mit Gelenkentzündung" stellt die DRL Betroffenen und Beratern erstmals umfassende und aktuelle Informationen zum Thema zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der Verband einen besonderen Service: Im Rahmen eines Internetforums beantworten Experten und Betroffene vom 15. bis 22. Januar 2010 Fragen (www.rheuma-liga.de).

Bestelladresse der Broschüre (bitte 1,45 Euro Rücksendeporto beilegen):
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Fax: 0228/7660620
E-Mail: bv@rheuma-liga.de
per Info-Telefon: 01804/600 000

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