Sonntag, 14. März 2010
Ärzte Zeitung online, 04.02.2010

Rheumatologe Professor Ekkehard Genth mit Bundesverdienstkreuz geehrt

BERLIN (eb). Am 3. Februar erhielt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), Professor Ekkehard Genth, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Städteregionsrat Helmut Etschenberg überreichte die Auszeichnung in Aachen im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler. Geehrt werden die Leistungen des Arztes und Forschers auf dem Gebiet der Rheumatologie und die damit verbundenen Verdienste um das Gemeinwohl.

In der Feierstunde im Mediensaal des Hauses der Städteregion Aachen würdigte Laudator Helmut Etschenberg das langjährige Engagement des 67-jährigen internistischen Rheumatologen im medizinischen und wissenschaftlichen Bereich. Ekkehard Genth leitete 17 Jahre lang die traditionsreiche Rheumaklinik Aachen und das zugehörige Rheumaforschungsinstitut, hat die DGRh mitgeteilt. Außerdem lehrte er seit 1993 als außerplanmäßiger Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen das Fach Rheumatologie. Mittlerweile ist der gebürtige Stuttgarter emeritiert. Sein Leben als Arzt führt er in seiner Praxis in der Rheumaklinik Aachen weiter. Auch dem Wissenschaftsbetrieb bleibt er als Mitglied in zahlreichen Kommissionen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie erhalten. "Seine ärztliche und wissenschaftliche Arbeit haben ein weites Echo gefunden", sagte Städteregionsrat Etschenberg in der Rede am 3. Februar und verweist auf die mehr als 250 wissenschaftlichen Publikationen Genths.

"Neben der Berufsarbeit ist er vor allem für die uneigennützige Bereitschaft zu würdigen, im medizinischen Bereich für seine Mitmenschen aktiv zu werden", sagte Etschenberg. Genth war ehrenamtlicher Leiter der staatlichen Massageschule an der Rheumaklinik Aachen, seit zwei Jahrzehnten sitzt er dem Aachener Verein zur Förderung der Rheumaforschung vor und er war Mitbegründer und langjähriger Leiter des Rheumazentrums Aachen-Köln-Bonn. Dabei beschränkt sich Genths Wirken nicht nur auf das Rheinland, seiner zweiten Heimat seit fast 40 Jahren. Für die Rheumatologie und deren Entwicklung in Deutschland engagiert er sich als Mitglied der DGRh seit mehr als 30 Jahren. Er brachte sich ein als Schriftführer, späterer Präsident und nunmehr Generalsekretär. Auch die noch junge Rheumatologische Fortbildungsakademie rief er mit ins Leben. Seither entwickelt er als wissenschaftlicher Leiter Programme für die bundesweite Aus- und Weiterbildung von Ärzten.

Wichtig für Genth sind neben der Fachwelt seine Patienten, für die er sich nicht nur in der Sprechstunde Zeit nimmt: "Sein medizinisches Wissen hat er schon immer in den Dienst der Patientenselbsthilfe gestellt. Er ist beispielsweise ständiger Gast bei den Präsidentenkonferenzen der Deutschen Rheuma-Liga, fördert Selbsthilfeaktivitäten wie die Patientenschulung oder tritt regelmäßig als ehrenamtlicher Referent bei Patientenveranstaltungen auf", fasste Etschenberg zusammen. Als Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie ist es Genth gewesen, der die Gründung der gemeinsamen Rheumastiftung von Deutscher Rheuma-Liga und DGRh vorangetrieben hat. Genth habe sich im medizinischen und ehrenamtlichen Bereich große Verdienste erworben und erhalte dafür das Verdienstkreuz am Bande, so Etschenberg.

Weitere Top-Meldungen

Sex mit 80 - für Männer fast normal

Männer leben zwar kürzer als Frauen, sind offenbar aber länger sexuell aktiv: Selbst mit 80 Jahren hat heutzutage noch etwa ein Drittel der Männer ein erfülltes Sexualleben. mehr »

Star-Chirurg Broelsch zu drei Jahren Haft verurteilt

Im Prozess um einen der größten Medizinskandale Nordrhein-Westfalens hat das Essener Landgericht am Freitag den Chirurgen Professor Christoph Broelsch (65) zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach Ansicht der Richter hat sich der frühere Chefarzt des Essener Universitätsklinikums der Steuerhinterziehung, Bestechlichkeit, Nötigung und des Betruges schuldig gemacht. mehr »

Arznei-Sparpaket: Söder verlangt Preismoratorium noch in diesem Jahr

In der Diskussion um ein Arzneimittel-Sparpaket hat sich Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) für ein Preismoratorium noch in diesem Jahr ausgesprochen. mehr »