Ärzte Zeitung online, 13.08.2010

Sport nützt auch bei Arthritis

Ausdauerdauer verbessert die Stimmung und den Gesundheitszustand

GRENOBLE (hub). Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) sollten Sport treiben. Das ist die Botschaft einer Studie aus Frankreich. Moderates Training verbessert Funktion und Lebensqualität und mindert den Schmerz.

Sport nützt auch bei Arthritis

Ausdauertraining wie Nordic Walking ist für Patienten mit Rheuma nützlich.

© Maria.P. / fotolia.com

In die Auswertung einbezogen wurden 14 Studien und Metaanalysen mit über 500 RA-Patienten und genauso vielen Kontrollpersonen. Die Teilnehmer waren 44 bis 68 Jahre alt, die RA bestand seit bis zu 16 Jahren. Aerobisches Training - also Ausdauertraining mit 65 bis 80 Prozent des maximalpulses - verbesserte die Lebensqualität (standardisierter Mittelwertunterschied = 0,4), die Funktionsfähigkeit, bestimmt über HAQ-Score (SMD = 0,24) und auch der Schmerz nahm ab (SMD = 0,31).

Auch wenn die gemessenen Effekte nur gering sind, sagt Studienautor Professor Athan Baillet vom Uniklinikum Grenoble: "Unsere Studie zeigt, dass Ausdauertraining sicher und nützlich für RA-Patienten ist." Das sei eine wichtige Erkenntnis, da RA-Patienten meist körperlich wenig aktiv sind. nach Angaben der US-Centers for Diseases Control and Prevention (CDC) geben RA-Patienten doppelt so häufig wie gleichaltrige Gesunde gesundheitliche Einschränkungen an.

Das American College of Rheumatology (ACR) empfiehlt Patienten mit RA ausdrücklich, pro Woche 2,5 Stunden Ausdauertraining zu betreiben. Sichere Formen aeroben Trainings sind: Walking, Tanzen, Wassergymnastik und ähnliches. Das Training helfe, das Gewicht zu halten und verbessere Schlaf, Stimmung und den Gesundheitszustand generell.

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