Ärzte Zeitung online, 05.08.2010

Adipositas erhöht das Risiko für Psoriasis-Arthritis

SALT LAKE CITY (hub). Sind Patienten mit Psoriasis in jungen Jahren adipös, ist das schlecht für ihre Gelenke: Sie entwickeln früher eine Psoriasis-Arthritis als ihre normalgewichtigen Altersgenossen mit Psoriasis.

Adipositas erhöht das Risiko für Psoriasis-Arthritis

In jüngen Jahres adipös? Dann beschleunigt sich das Risiko für die Ausbildung einer PsA.

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Diesen Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Risiko einer Psoriasis-Arhtritis (PsA) hat eine Studie mit etwa 950 Teilnehmern ergeben (Arch Dermatol 2010; 146: 721). Alle hatten eine vom Dermatologen bestätigte Psoriasis, eine PsA hatten 27 Prozent. Die Auswertung ergab, dass der BMI im Alter von 18 Jahren ein wichtiger Prädiktor für die Ausbildung eine Psoriasis-Arthritis ist.

So hatten nämlich 20 Prozent der Patienten mit einem BMI über 25 im Alter von 18 Jahren bereits im Mittel von 35 Jahren eine PsA. In der Gruppe, die mit 18 Jahren normalgewichtig war, hatten hingegen erst im Alter von im Mittel 48 Jahren 20 Prozent eine PsA. Das Übergewicht scheint also die PsA-Entwicklung zu beschleunigen.

Diese Ergebnisse sind konsistent mit bisherigen Erkenntnissen: Denn endokrines Fettgewebe führt zu erhöhten Werten inflammatorischer Zytokine. Die Entzündungsbotenstoffe wirken zum einen auf die Schwere der Psoriasis. Dies war auch in der aktuellen Studie so. Im Alter von 18 Jahren übergewichtige und adipöse Psoriasis-Patienten hatten häufiger eine schwere Erkrankung als Normalgewichtige (57 Prozent, 47 Prozent und 39 Prozent). Das gewichtsbedingte Entzündungsmilieu könne auch das PsA-Risiko erhöhen, so die Forscher von der Medizinischen Uni von Utah. Prävention und eine frühe Therapie gegen Adipositas senke das PsA-Risiko, lautet ihr Tipp.

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