Rheuma

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Ärzte Zeitung online, 09.09.2010

Deutsche Rheuma-Liga feiert 40-jähriges Jubiläum

Patientenselbsthilfeverband hat über 260 000 Mitglieder in 13 000 Gruppen

BONN/HAMBURG (eb). In diesem Jahr begeht die Deutsche Rheuma-Liga ihr 40-jähriges Jubiläum. Präsidentin Professor Erika Gromnica-Ihle zieht rückblickend eine positive Bilanz: "Noch nie waren so viele Menschen im Verband organisiert wie heute", berichtet die Präsidentin bei einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Hamburg. "Das erfüllt uns mit Stolz, denn es zeigt, dass wir hilfreiche Angebote bereithalten und dass unser Konzept der Hilfe und Selbsthilfe Bestand hat."

Mit über 260 000 Mitgliedern, davon allein 10 000 Neumitglieder in jüngster Zeit, ist die Deutsche Rheuma-Liga (DRL) der größte Patientenselbsthilfeverband in Deutschland. 13 000 Gruppen bieten deutschlandweit regelmäßig das speziell für rheumakranke Menschen entwickelte Funktionstraining an. Seit 1993 regelt die Gesamtvereinbarung Reha-Sport/Funktionstraining die Kostenübernahme durch Krankenkassen und Rentenversicherungsträger, teilt die DRL mit. Gromnica-Ihle: "Zweifelsohne ein großer Verdienst der Deutschen Rheuma-Liga, die zur 4. Säule des Gesundheitswesens gewachsen ist und sich angesichts der zahlreichen Gesundheitsreformen der letzten Jahre immer wieder auch als politische Interessenvertretung chronisch rheumakranker Bürger engagiert."

In den 70er Jahren sah es schlecht aus für Rheumatiker

Gerade in den Anfängen der 70er Jahre war die Situation rheumakranker Menschen in Deutschland desolat. Die Therapiemöglichkeiten steckten in den Kinderschuhen. Niedergelassene Rheumatologen standen kaum zur Verfügung. Die Patienten waren auf sich gestellt. "Die Initiative zur Gründung der Liga ging damals von den Ärzten aus", so Gromnica-Ihle in der DRL-Mitteilung. Heute ist der Verband eine Organisation von Patienten für Patienten, getragen und geprägt vom Engagement der vielen tausend Ehrenamtler.

Schritt für Schritt gelang es in vier Jahrzehnten, die Angebote der Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch die gesamte Versorgungssituation für einen großen Teil der Rheumabetroffenen fundamental zu verbessern. Seminare und Workshops, Vorträge, strukturierte Patientenschulung und ein umfassendes Publikationsangebot zählen mittlerweile zum Standardrepertoire der Rheuma-Liga. Gromnica-Ihle: "Auch haben wir inzwischen eine sehr differenzierte Sicht auf die Bedürfnisse. Kinder benötigen andere Angebote als Erwachsene. Wir kümmern uns um alle Diagnosegruppen. Gerade auch die seltenen Formen brauchen unser besonderes Engagement."

Patienten mit Gelenkrheuma sind heute länger im Beruf

Heutzutage können Menschen mit entzündlichem Gelenkrheuma länger aktiv im Berufsleben bleiben. Dank der Fortschritte in der Therapie lässt sich bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn die Gelenkzerstörung vielfach stoppen. "Trotzdem brauchen auch diese Betroffenen Information und Begleitung", sagt Gromnica-Ihle. Mit neuen Bewegungsangeboten, wie Aqua Cycling und Muskelaufbautraining sowie interaktiven Angeboten im Internet, erreicht die Rheuma-Liga jüngere Zielgruppen und kümmert sich um die Nachwuchsgeneration.

Die Geschichte der Deutschen Rheuma-Liga in Bildern und Texten ist im Internet nachzulesen: http://www.rheuma-liga.de/jubilaeum

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