Ärzte Zeitung online, 20.09.2010

Viele Nahrungsmittel können bei Rheuma ein Problem sein

HAMBURG (gvg). Über einen Zusammenhang zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und Erkrankungsschüben berichten viele Rheuma-Patienten. In fünf deutschen Schwerpunktpraxen und einer Rheuma-Ambulanz wurden jetzt 1256 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis und Morbus Bechterew zum Thema Ernährung befragt.

Viele Nahrungsmittel können bei Rheuma ein Problem sein

Dabei gab etwa jeder vierte Patient spezifische Unverträglichkeiten an, deutlich mehr als die bis zu zehn Prozent, die in Lehrbüchern meist genannt werden. Für die 806 RA-Patienten in der Studie wurden die Ergebnisse aufgeschlüsselt. 28 Prozent berichteten hier von einer oder mehreren Unverträglichkeiten. Drei von vier Patienten mit einer Unverträglichkeit sagten, dass die rheumatischen Beschwerden nach Fleischgenuss zunähmen. Jeder dritte mit Unverträglichkeiten reagiert auf Alkohol und etwas mehr als jeder siebte auf Zucker.

Weitere häufiger genannte Nahrungsmittel waren Getreide, Nüsse, Käse, Butter und Eier. RA-Patienten mit Nahrungsmittelunverträglichkeit berichteten auch häufiger über Medikamentenallergien. Ob und wenn ja welcher Zusammenhang hier bestehe, sei bisher nicht klar, so die niedergelassenen Ärzte, die ihre Daten beim Rheumakongress in Hamburg als Poster vorstellten.

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