Ärzte Zeitung online, 20.09.2010

Aggressive Therapie bei jungen Rheumapatienten erforderlich

Ärzte müssen schnell handeln, um irreparable Schäden zu vermeiden

HAMBURG (ugr). Um irreparable Gelenk- oder Organschäden zu vermeiden, müssen junge Rheumapatienten anfangs oft aggressiv behandelt werden. "Das entspricht nicht immer dem Verständnis der Eltern, ist für das Wohl des Kindes aber unerlässlich", sagte Professor Dirk Föll aus Münster beim Rheumakongress in Hamburg.

Aggressive Therapie bei jungen Rheumapatienten erforderlich

Bei jungen Patienten verlaufen rheumatische Erkrankungen nicht selten hochentzündlich und aggressiv. Da das Rheuma außer den Gelenken häufig auch innere Organe in Mitleidenschaft zieht, müssen rheumakranke Kinder initial nicht sanfter, sondern oft sogar intensiver als erwachsene Patienten behandelt werden. Hierfür stehen inzwischen neben der Standardmedikation auch zugelassene Biologicals zur Verfügung

Etwa 20 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Auslöser unkontrollierter Entzündungen kann unter anderen eine Überproduktion von Entzündungsbotenstoffen wie TNFα oder Interleukin-1 sein. Um Ursachen, Verlauf und Langzeitfolgen von Rheuma-Erkrankungen im Kindesalter besser zu untersuchen, wurden zwei neue Forschungsprojekte initiiert: Das Netzwerk ICON-JIA untersucht die juvenile idiopathische Arthritis, das Projekt AID-NET selten auftretende autoinflammatorische Syndrome. Beide Projekte werden mit BMBF-Mitteln gefördert.

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