Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 21.08.2012

Tipps

Knie-Op - Wie geht‘s nach der Klinik weiter?

BONN (eb). Tipps für die Nachsorge nach Operationen, besonders für alleinstehende oder altersgeschwächte Rheumakranke, gibt es in der aktuellen Zeitschrift "mobil" der Deutschen Rheuma-Liga.

Möglichkeiten sind Kurzzeitpflege, Geronto-Reha oder Haushaltshilfe. Rechtzeitig kümmern sollte man sich auch um Krankengymnastik, Rezepte, Hilfsmittel wie Rollator oder Pflegebett, Essen und Kleidung.

Der Sozialdienst des Krankenhauses hilft planen.

Bezug der Zeitschrift über die Mitgliedschaft, Leseprobe unter www.rheuma-liga.de, Ansichtsexemplare bei den Landesverbänden.

[22.08.2012, 11:37:47]
Dr. Walther J. Kirschner 
Knie-OP bei Älteren und Multimorbiden - Nachsorge gezielt ärztlich sichern
Aus ärztlich-ethischer Pflicht ist Nachsorge nach Operationen selbstverständlich auch von Operateuren einzufordern, nicht nur von "Anderen", etwa von Rehaklinik-Ärzten, von Hausärzten und niedergelassenen Fachärzten. Das ist Konsens, auch wenn die tatsächliche Praxis nicht selten anders ist.

Zudem ist es angesichts des im globalen Vergleich privilegierten Gesundheitsversorgungssystems in Deutschland - zumindest prinzipiell - möglich, sehr differenzierte medizinische Behandlungs- und Versorgungsketten umzusetzen. Dies schließt erforderliche Nachsorgemaßnahmen (z. B. Reha)ein.

Allerdings werden im Alltag zum einen fachgerecht (medizinisch, ärztlich) vorgenommene Behandlungsabläufe interdisziplinär oftmals nicht kosequent umgesetzt, zum anderen hingegen im paramedizinischen Bereich (Entscheidungen ohne Ärzte)diverse Maßnahmen falsch oder nicht sachgerecht eingeleitet und umgesetzt. Resultierend erfolgen z. T. ungezielte, ineffektive Behandlungen und Nachsorgemaßnahmen, die unökonomisch und Ressourcen vergeugend sind.

So ist es nicht sachgerecht und nicht angemessen, Patienten nach OP in eine Kurzzeitpflege zu schicken, nur weil sie älter und gfs. multimorbide sind. Solch schematisches Vorgehen wäre rein administrativ begründet, nicht jedoch ärztlich indiziert. Primär müssen medizinische Aspekte entscheiden, diese jedoch sind ausschließlich von Ärzten zu beurteilen.

Analoges gilt für das Einleiten einer sog. 'Geronto-Reha' nach OP. Auch hier darf es keine Automatik geben. Ansonsten wird eine konsequente Nachsorge und Rehabilitation (hier: orthopädisch),zum Schaden des Patienten, nicht eingeleitet.

Andere ergänzende Maßnahmen (ambulante Physiotherapie, Hilfsmittel etc.) sind ärztlich individuell nach Bedarf festzulegen, Ein-/Ausschlußkriterien für Indikationen durch Dritte sind nicht statthaft.

Ein weiterer Aspekt wird im Alltag häufig zu wenig beachtet: Sowohl im frühen, als auch im weiteren postoperativen Behandlungs-/Nachsorgeverlauf sind zeitnahe und -gerechte ärztliche Befund-/Behandlungskontrollen erforderlich. Eine erfolgreiche (Gesamt-)Behandlung endet nicht nach Abschluß der OP und Entlassung aus der OP-Klinik, sowie später aus der Reha-Klinik. Sowohl der fachärztlich-orthopädische Befund ist im Verlauf zeitgerecht zu beurteilen, als auch weitere relevante allgemeinmedizinische Befunde (kardiopulmonal etc.), die für den erfolgreichen Abschluß der Gesamtbehandlung von Bedeutung sind. Angesichts der häufig unzusammenhängenden Symptom begrenzten Behandlungen muß wiederholt darauf hingewiesen werden, daß alle rational begründeten medizinischen Behandlungen zwingend das gesamte Funktionssystem Mensch (alle Organsysteme, physische und psychische Komponenten) berücksichtigen müssen, um suffiziente Behandlungsergebnisse möglich zu machen.

Dies unterscheidet seriöse Medizin und ein verantwortliches Gesundheitssystem von der tatsächlichen Vielzahl unsachgemäßer unseriöser Behandler und selbsternannter Heilsbringer.

Verbesserungsvorschläge sind jederzeit durch alle Interessierten erwünscht - allerdings: Befundbeurteilungen, Diagnosen, Indikationen, (medizinische)Behandlungen sind nur durch Ärzte möglich - nicht umsonst ist dieser Bereich gesetzlich eindeutig festgelegt. Hierauf hinzuweisen ist nicht banal, die alltäglichen Verhältnisse zeigen es überdeutlich.

Dr. med. Walther J. Kirschner
FA Orthopädie et al.  zum Beitrag »

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