Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 26.06.2015

Studie

HPV-Impfung klappt auch bei JIA gut

Forscher haben bei Mädchen mit juveniler Arthritis nach HPV-Impfung die Antikörperbildung untersucht sowie unerwünschte Wirkungen evaluiert.

ROM. Die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) ist auch bei Mädchen mit juveniler Arthritis (JIA) effektiv und sicher. Das zeigt eine Studie, über die beim europäischen Rheumatologenkongress (EULAR 2015) berichtet wurde.

An der Studie nahmen 68 unterschiedlich therapierte Mädchen mit JIA im Alter zwischen 12 und 18 Jahren teil, außerdem 55 gesunde Mädchen im gleichen Alter, die die Kontrollgruppe bildeten.

Alle wurden mit der bivalenten HPV-Vakzine geimpft. Danach wurden die Antikörper- und Gedächtniszellbildung untersucht sowie unerwünschte Wirkungen evaluiert (Ann Rheum Dis 2014; 73(8): 1500-7).

Die Ergebnisse zeigten, dass die HPV-Impfung auch bei juveniler Arthritis uneingeschränkt einsetzbar sei, sagte Professor Dimitrios Vassilopoulos von der Abteilung für Rheumatologie der Universität Athen.

Ausnahmslos alle Mädchen mit JIA wurden genau wie alle Kontrollprobandinnen nach der Impfung seropositiv. Auch spezifische Gedächtniszellen ließen sich nachweisen. Die Impfung ist also effektiv.

"Die Antikörpertiter und auch die Zell-Titer waren bei den JIA-Mädchen etwas geringer als in der Kontrollgruppe", sagte Vassilopoulos. Dies könne bedeuten, dass etwas früher aufgefrischt werden müsse. Abschließend beurteilt werden kann das aber erst im Langzeitverlauf.

Auch was die unerwünschten Wirkungen angeht, gab es zwischen den Gruppen keine Unterschiede. Insbesondere fand sich bei den JIAPatientinnen keinerlei Effekt auf die Krankheitsaktivität.

"Wenn irgendetwas, dann hatten die Mädchen am Ende des Follow-up eine geringere Krankheitsaktivität als zu Beginn", so Vassilopoulos.

Eine Behandlung mit Methotrexat und/oder TNF-alfa-Blocker wirkte sich in keiner Weise negativ aus.

Weder war die Effektivität der HPV-Impfung geringer noch verhielt sich die Krankheitsaktivität nach der Impfung anders als bei Patientinnen, die nicht mit Methotrexat oder TNF-alfaBlocker behandelt wurden. (gvg)

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