Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 16.03.2016

Gelenkrheuma

Besser kein Sport vor dem Ultraschall

Körperliche Anstrengung am Vortag erschwert die Diagnose von Gelenkrheuma. Darauf weisen Ergebnisse einer spanischen Studie.

BERLIN. Wer sich bei Verdacht auf entzündliches Rheuma einem Gelenk-Ultraschall unterzieht, sollte vorher auf Sport verzichten. Denn dies kann die Diagnose erschweren.

Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in der "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" hin (Dtsch med Wochenschr 2015; 140(16): 1223-1226).

"Um Unsicherheiten auszuschließen, sollte man vor einem Gelenkultraschall ein paar Ruhetage einlegen", wird Professor Marina Backhaus, Chefärztin der Abteilung Innere Medizin - Rheumatologie und Klinische Immunologie an der Park-Klinik Weißensee in Berlin in einer Mitteilung der DEGUM zitiert.

Die Expertin verweist auf eine Studie aus Spanien: Die Wissenschaftler hatten bei Probanden, die sich am Vortag körperlich betätigten, deutlich häufiger Hinweise auf eine Synovitis registriert als bei Kontrollpersonen.

"Eine solche Synovitis kann Folge einer rheumatischen Erkrankung sein, muss es aber nicht", erläutert die Rheumatologin. Manchmal sei die Ursache - wie bei einer Sehnenscheidenentzündung - nur eine Überanstrengung oder Überreizung, so die Expertin.

Ultraschalluntersuchungen eignen sich bekanntlich sehr gut zur Frühdiagnostik rheumatischer Erkrankungen. Neben dem gewöhnlichen B-Mode Ultraschall setzen Rheumatologen und Orthopäden dabei auch den Doppler-Ultraschall ein.

Mit dieser Methode lassen sich vermehrte Gefäßbildungen in der Gelenkschleimhaut nachweisen und lässt sich so einen sich anbahnenden rheumatischen Schub vorhersagen. (eb)

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