Urologie

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Modul: Therapie des Testosteronmangels: Testosteronsubstitution – wann und wie?

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Ärzte Zeitung, 30.03.2004

Vardenafil erhöht zuverlässig die Potenz

Die Arznei ist auch eine Option für bisher therapieresistente Männer mit ED

WIEN (ner). Wenn bei Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) Sildenafil nicht hilft, bestehen gute Chancen, mit einem anderen PDE-5-Hemmer doch noch erfolgreich zu sein, hieß es beim europäischen Urologenkongreß in Wien.

Dies hat die PROVEN-Studie mit 463 Männern ergeben. Die Abkürzung steht für "Patient Response With Vardenafil in Sildenafil Non-Responders". An der Studie nahmen Männer teil, die bei vier von sechs Versuchen mit Sildenafil, davon mindestens einer mit der 100-mg-Dosis, keinen Geschlechtsverkehr vollziehen konnten. Das hat Dr. Peter Lyngdorf von der Universität Kopenhagen berichtet. Diese Patienten erhielten Vardenafil (Levitra®) 10 mg oder Placebo. Die Dosis konnte nach vier Wochen auf 20 mg erhöht werden.

Nach zwölf Wochen berichteten 51 Prozent der Männer in der Verumgruppe, sie hätten unter der Therapie eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion erreicht, so Lyngdorf bei einem von Bayer und GlaxoSmithKline unterstütztem Symposium. Mit Placebo waren es 20 Prozent. Auch beim IIEF-Wert (International Index of Erectile Function) ergaben sich bereits nach vier Wochen signifikante Unterschiede zugunsten der Verumgruppe.

Vardenafil ist ein selektiver PDE-5-Hemmer, der auch in der Primärtherapie bei ED hohe Erfolgsraten ermöglicht, so Privatdozent Dr. Hermann van Ahlen aus Osnabrück. Er zitierte eine Langzeitstudie mit über 500 ED-Patienten, die mit 10 oder 20 mg Vardenafil auch nach zweijähriger Anwendung bei 80 bis 90 Prozent der Koitus-Versuche eine ausreichende Erektion erreichten.

Es sei also nicht mit einer Abnahme der Wirkung der Substanz zu rechnen. Die Wirkung setze bei einem Drittel der Männer bereits nach 15 Minuten ein und halte bei der Mehrzahl der Patienten acht bis zwölf Stunden an.

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