Ärztliche Allgemeine, 26.05.2005

Mit Sport und Gymnastik gegen Potenzschwäche

Bei etwa der Häfte der Männer mit KHK oder Diabetes sind die Penisgefäße so sklerosiert, daß sie eine erektile Dysfunktion (ED) haben. Mit Medikamenten wie Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil läßt sich die Potenz häufig wieder herstellen.

Startposition für ein Training des M. ischiocavernosus. Das rechte Bein liegt gebeugt vor dem linken.
Das linke, gestreckte Bein wird langsam auf und ab bewegt. Der Fuß sollte dabei den Boden nicht berühren. Fotos (2): sth

Männer können die Arznei-Therapie auch mit Sport und Gymnastik unterstützen. Privatdozent Frank Sommer aus Köln rät zu Ausdauersportarten, vor allem zum Laufen, um die Penisdurchblutung zu fördern. Radfahren ist eher ungeeignet, denn der Sattel drückt die Blutversorgung zum Penis teilweise ab.

Nützlich für Männer mit ED ist etwa ein Training der Oberschenkelmuskulatur. Nach Übungen mit diesen Muskeln fließt vermehrt Blut in den Penis. Fürs Training empfiehlt Sommer vor allem das Skipping: Die Männer laufen dabei auf der Stelle und heben die Knie so weit wie möglich an. Das Tempo wechselt zwischen langsam und schnell.

Doch Durchblutung ist nicht alles: Auch die Beckenbodenmuskeln müssen fit sein, soll die Erektion lange anhalten. Hilfreich ist etwa ein gezieltes Training des M. ischiocavernosus. Ein solches Training erhöht den intrakavernösen Druck und sorgt für eine gute Penis-Rigidität. Geeignet sind Übungen wie das Beinheben in Seitenlage oder das Beckenheben in Rückenlagen. (mut)

Infos zu Übungen gibt es unter www.maennergesundheit.info

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