Urologie

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Ärzte Zeitung, 11.09.2007

Männer schätzen lange Wirkdauer von Tadalafil

Nach Pilleneinnahme wartet jeder fünfte Mann länger als 24 Stunden mit dem Sex / 10 000 Männer mit ED befragt

FRANKFURT/MAIN (hbr). In Vergleichsstudien sprechen sich die meisten Männer mit erektiler Dysfunktion (ED) für Tadalafil aus. Als Grund wird vor allem die Langzeitwirkung des Präparates von bis zu 36 Stunden angegeben.

Durch die lange Wirkdauer von Tadalafil (Cialis®) müsse es nach der Tabletteneinnahme nicht unmittelbar zum Sex kommen, hat die Urologin und Männerärztin Dr. Kornelia Hackl aus München berichtet: Die Langzeitwirkung erlaube Sex nach Lust statt nach Zeitplan. Das entspanne und führe zu mehr Spontanität in der Liebe. Hackl präsentierte dazu in Frankfurt am Main Daten von zwei Anwendungsbeobachtungen mit insgesamt 10 000 Männern mit ED.

In der einen Studie wurden über 8000 Patienten mit Vardenafil, Sildenafil oder Tadalafil behandelt. Dabei vollzogen Männer mit Vardenafil-Therapie zu 61 Prozent und solche mit Sildenafil-Therapie zu 70 Prozent den Geschlechtsverkehr innerhalb von vier Stunden nach der Einnahme. Mit Tadalafil dagegen nutzten die Patienten die Freiheiten des breiten Wirkzeitfensters: Nur ein Drittel wurde in den ersten vier Stunden aktiv, die übrigen ließen sich mehr Zeit - etwa jeder Fünfte sogar länger als 24 Stunden.

Die Zeitdauer als Präferenzgrund findet sich auch in der TED-Studie mit etwa 2000 Patienten wieder. Darin wechselten Männer mit ED ihre Behandlung entweder von Sildenafil zu Tadalafil oder umgekehrt, berichtete Hackl bei einer Veranstaltung des Unternehmens Lilly in Frankfurt am Main.

Ergebnis: Nach ein bis drei Monaten bevorzugten Männer, die von Tadalafil zu Sildenafil gewechselt hatten, Tadalafil zu 59 Prozent. In der zweiten Gruppe sprachen sich sogar 70 Prozent dafür aus. Als Grund nannten sie vor allem die Langzeitwirkung des Präparates. Und: Auch die Partnerinnen sprachen sich dafür aus, die Männer mit diesem Wirkstoff zu behandeln.

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