Ärzte Zeitung online, 13.05.2009

Ärger um Werbung für Potenzmittel in Spanien

MADRID/LEVERKUSEN (dpa). Beschwerden über fiktive "Macho"-Briefe: Der Bayer-Konzern hat in Spanien eine Werbekampagne für sein Potenzmittel Levitra® gestoppt. Wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch mitteilte, hatten sich Ärzte und Apotheker über die Kampagne beschwert, in der etwa ein angeblicher Don Juan aus Rio de Janeiro an seinen Arzt schrieb: "Ich bin hier der Schwarm aller Frauen." Nun benötige er ein Mittel zur Stärkung seiner Potenz.

Ein angeblicher Fernando aus Madrid schrieb: "Ich bin es leid, meiner Frau immer nur Konfekt und Blumen zu schenken. Ich möchte der bestmögliche Liebhaber werden." Nach Angaben der Zeitung "El País" wandten sich die Beschwerden vor allem gegen den "Macho-Tonfall".

Die Kampagne hatte sich an 40 000 Mediziner und Apotheker gerichtet. Eine spanische Bayer-Mitarbeiterin räumte nach Angaben der Zeitung ein: "Der Tonfall der Werbung war wohl nicht ideal." Rechtlich sei die Kampagne jedoch nicht zu beanstanden gewesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Versorgungswerke sitzen auf 184 Milliarden Euro

Auf die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Versorgungswerke tut sich die Bundesregierung mit dem Blick in die Glaskugel schwer. Die Anzahl der Rentenempfänger werde wohl weiter deutlich zunehmen. mehr »