Ärzte Zeitung, 14.04.2014

Metaanalyse

Stärken Statine die erektile Funktion?

Noch ein "pleiotroper" Effekt? Neuen Daten zufolge helfen Statine auch der erektilen Funktion auf die Sprünge.

WASHINGTON. Statine weisen einen "Zusatznutzen" unterhalb der Gürtellinie auf, der sich zumindest bei Männern zur Steigerung der Therapietreue nutzen lässt.

Wie Dr. John B. Kostis beim ACC-Kongress berichtete, verbessert eine Statintherapie die erektile Funktion. Die Wirkung entspricht einem Drittel bis der Hälfte der Wirkung gängiger ED-Mittel wie Viagra® und liegt deutlich über derjenigen von Lebensstilveränderungen oder einer Testosteron-Substitution.

Kostis und seine Kollegen hatten alle Statin-Studien zusammengetragen, in denen Effekte auf die erektile Funktion erfasst wurden.

Sie fanden elf Studien mit zusammen 647 Patienten (mittleres Alter: 58 Jahre). Während der viermonatigen Therapie fielen deren LDL-Werte im Schnitt von 138 auf 91 mg/dl. Gleichzeitig verbesserte sich die erektile Funktion von 14 auf 17,4 Punkte auf der 25-Punkte-Skala des International Inventory of Erectile Function Survey.

Die Autoren vermuten, dass Statine den Blutfluss zum Penis verbessern. Sie sind dagegen, Statine bei Stoffwechselgesunden mit Potenzproblemen einzusetzen. Der "Extra-Benefit" lasse sich aber nutzen, mehr Patienten mit Hyperlipidämie zur gewissenhaften Statineinnahme zu motivieren. (DE)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »