Urologie

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Ärzte Zeitung, 27.04.2016

Erektile Dysfunktion

PDE-5-Hemmer überzeugt im "real life"

Die Ergebnisse mehrerer Studien bestätigen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie die hohe Akzeptanz des PDE-5-Hemmers der zweiten Generation Avanafil bei erektiler Dysfunktion im "real life".

Von Kirsten Westphal

MÜNCHEN. Inhibitoren der Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5) sind Mittel der Wahl in der Therapie bei erektiler Dysfunktion (ED). Allerdings: "Trotz der guten Wirksamkeit bricht jeder zweite Patient die Therapie mit einem PDE-5-Inhibitor innerhalb eines Jahres ab", so Dr. Giovanni Corona, Endokrinologe am Ospedale Maggiore, Bologna.

Wie adhärent der Patient ist, hängt auch stark von der Verträglichkeit des Arzneimittels ab. Avanafil (Spedra®) ist ein PDE-5-Hemmer der zweiten Generation, der aufgrund seiner besonderen Molekülstruktur hochselektiv für PDE-5 ist. Die damit verbundene spezifische Bindung an PDE-5 ist maßgeblich für die gute Verträglichkeit von Avanafil verantwortlich. "Bei gleicher Effizienz wie PDE-5-Inhibitoren der ersten Generation ist Avanafil deutlich besser verträglich", so Corona bei einer von Berlin-Chemie unterstützten Veranstaltung in München.

Nach den Worten von Dr. Wayne John G. Hellstrom, Professor of Urology and Chief of Andrology (male infertility and sexual dysfunction) at Tulane University School of Medicine in New Orleans, lohnt es sich, in die Therapie mit einem PDE-5-Hemmer mit der maximalen Dosierung einzusteigen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. So könne vermieden werden, dass der Patient aufgrund einer mangelnden Wirksamkeit das Vertrauen in die Therapie verliert und diese abbricht, erläuterte er beim 31. Kongress der European Association of Urology (EAU). Avanafil bietet auch in der Maximaldosis von 200 mg eine optimale Wirksamkeits-Verträglichkeits-Balance.

"Viele Patienten mit ED möchten spontanen Sex haben", so der Hamburger Urologe und Sexualmediziner Professor Hartmut Porst. In der FEMALES-Studie gaben 60 Prozent der Paare an, Sex weniger als 30 Minuten im Vorfeld geplant zu haben. Die Wirkung von Avanafil setzt nach etwa 15 Minuten ein. "Dies kommt der Spontanität vieler Paare sehr entgegen", so Porst. Zudem kann die Wirkung mehr als sechs Stunden anhalten: Der Anteil an erfolgreichem Geschlechtsverkehr nach diesem Zeitraum lag bei 83 (200 mg) beziehungsweise 78 Prozent (100 mg), gegenüber 25 Prozent unter Placebo.

Dies steht im Einklang mit den Daten der in urologischen Praxen in Deutschland bei 1.971 Männern mit ED durchgeführten nicht interventionellen Studie AVANTI (AVANafil for the Therapy of Erectile Dysfunction In routine urology practice). Die Ergebnisse bestätigten die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie die hohe Akzeptanz von Avanafil im "real life".

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