Ärzte Zeitung, 10.11.2006

Wird Inkontinenz zur Volkskrankheit?

Schon jetzt sind bis acht Millionen in Deutschland inkontinent

ESSEN (dpa). Bis 2026 wird die Zahl der über 60jährigen mit Inkontinenzbeschwerden in Deutschland nach Ansicht von Urologen um eine Million steigen. "Das wird eine Volkskrankheit", sagte Professor Klaus-Peter Jünemann anläßlich des 18. Kongresses der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Essen.

Grund sei die alternde Gesellschaft. Bereits heute haben 2,8 Millionen über 60jährige eine Insuffizienz des Schließmuskels von Blase oder Darm. Insgesamt seien unabhängig vom Alter fünf bis acht Millionen Menschen erkrankt. Nach wie vor werde Inkontinenz von vielen Patienten nicht beim Arzt thematisiert. Über 90 Prozent der Patienten ließen sich jedoch erfolgreich behandeln, so Jünemann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »