Urologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Therapie des Testosteronmangels: Testosteronsubstitution – wann und wie?

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 06.08.2009

Einfacher Trick bei überaktiver Blase: weniger trinken!

NEU-ISENBURG (ikr). Patienten mit überaktiver Blase hilft es einer aktuellen Studie zufolge, wenn man ihnen dazu rät, die tägliche Trinkmenge um 25 Prozent zu reduzieren. Es sollte jedoch nicht weniger als ein Liter pro Tag getrunken werden, raten britische Kollegen (Aktuel Urol 40, 2009, 62).

An der randomisierten Studie nahmen 24 Erwachsene mit Symptomen einer überaktiven Blase teil. Sie hatten eine durchschnittliche Miktionsfrequenz von acht oder häufiger pro Tag und eine oder mehrere Episoden einer Drangsymptomatik oder Dranginkontinenz.

Die Ergebnisse: Wenn die Patienten ihre Trinkmenge um 25 Prozent reduzierten, nahm ihre Miktionsrate am Tage signifikant um 23 Prozent ab. Und die Drangsymptomatik nahm bei den Patienten um 34 Prozent ab. Auch die Nykturie-Rate reduzierte sich signifikant um sieben Prozent.

Eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme um 25 und 50 Prozent resultierte hingegen in einer verschlechterten Miktionsfrequenz. Auch wenn sich die Nykturie-Episoden durch Reduktion der Trinkmenge verringerten, war der Effekt der Maßnahme für die Patienten vor allem während des Tages zu spüren. Auf die Dranginkontinenz hatte die Flüssigkeitsrestriktion bei den Teilnehmern der britischen Studie keinen Einfluss. Allerdings war die Fallzahl gering.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »