Ärzte Zeitung, 09.05.2007

PROSTATA IN KÜRZE

Uroflowmetrie und Ultraschall zur Diagnose

Zum Standard bei der BPH-Diagnose gehört nach den Leitlinien der DGU eine Uroflowmetrie. Ein maximaler Harnfluss von unter 10 ml/s deutet auf eine BPH, empfohlen wird auch ein PSA-Test und eine Sonografie der Nieren und Blase. Damit sollen Steine, Divertikel, ein Harnstau und Tumoren erkannt werden. Die Sonografie kann auch helfen, das Prostata-Volumen zu bestimmen.

Skala IPSS erleichtert Therapie-Entscheidung

Hilfreich nicht nur für die Diagnose, sondern auch für die Wahl der BPH-Therapie ist die Internationale Prostata-Symptom-Skala (IPSS). Damit werden Patienten nach Art und Intensität der Beschwerden befragt. Milde Symptome bestehen bei Werten von 0 bis 7 Punkten, mittelschwere bei 8 bis 19 Punkten und schwere bei 20 bis maximal möglichen 35 Punkten. Ab 8 Punkten ist eine Therapie indiziert.

Fünf Kriterien für eine Prostata-Biopsie

Wann ist eine Prostata-Biopsie nötig? Dr. Michael Rauchenwald vom Donauspital Wien nennt fünf Kriterien: Ein suspekter Palpationsbefund, eine alterskorrigierte Erhöhung des PSA-Wertes, eine erhöhte PSA-Anstiegsgeschwindigkeit von über 0,5 ng/ml pro Jahr, ein relativ hoher PSA-Wert bei kleinem Prostatavolumen, ein niedriger Anteil von freiem PSA (unter 15 Prozent) bei grenzwertigem Gesamt-PSA.

Elastografie verbessert Tumordiagnostik

Eine transrektale Sonografie (TRUS) wird oft zur weiteren Abklärung bei hohen PSA-Werten und auffälligem Tastbefund gemacht. Jedoch entspricht die Echogenität von Prostata-Tumoren oft der des umliegenden Gewebes. Mit der Ultraschall-Elastografie werden auch Unterschiede bei der Elastizität des Gewebes sichtbar: Tumoren sind meist weniger elastisch als gesundes Prostata-Gewebe. In Untersuchungen war die Trefferquote bei der Tumordiagnose mittels Elastografie um 30 Prozent höher als mit gewöhnlicher Sonografie. (mut)

Lesen Sie dazu auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »