Urologie

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Modul: Therapie des Testosteronmangels: Testosteronsubstitution – wann und wie?

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Ärzte Zeitung online, 02.07.2010

Grünes Licht zur Prostata-Therapie

SCHWELM (eb). Die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Helios Klinikums Schwelm bietet seit kurzem ein relativ neues Op-Verfahren gegen benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) an: das sogenannte Greenlight-Laserverfahren.

In Deutschland leidet heutzutage jeder zweite Mann über 60 Jahren an einer Prostataerkrankung. Nächtlicher Harndrang, ein schwächerer Harnstrahl und vermehrte Harnwegsinfektionen sind nur einige der Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen. Bei den meisten Männern handelt es sich aber um eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Hier kann das neue Verfahren helfen: Mit dem grünen Laser wird dabei Licht einer Wellenlänge von 532 nm verwendet. Dieses grüne Licht wird besser als bei anderen Verfahren von den roten Blutgefäßen und blutreichem Gewebe absorbiert. Das führt wiederum zu einer plötzlichen, starken Aufnahme von Energie, sodass das bestrahlte Gewebe verdampft, ohne dass Blut austreten kann. Mediziner sprechen hier von der "photoselektiven Vaporisation der Prostata" (PVP). "So können auch Patienten erfolgreich behandelt werden, die zum Beispiel gerinnungshemmende Substanzen einnehmen oder zu anderen Risikogruppen gehören", betont Dr. Ulrich Grein, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios-Klinikum Schwelm. Solche Patienten "sind nun viel einfacher und erfolgreicher zu behandeln", so Dr. Grein weiter.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der klassischen Behandlung sei das geringere Risiko von Nebenwirkungen, zum Beispiel im Bereich der Inkontinenz und Impotenz, sowie der allgemeinen Risiken wie Thrombosen oder Lungenembolien. Die Patienten können in der Regel innerhalb weniger Tage zum Alltagsleben zurückkehren, auch wenn sie zunächst körperliche Anstrengungen vermeiden müssen. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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