Ärzte Zeitung, 05.05.2009

Hohes Erkrankungsrisiko nach Gestationsdiabetes

DÜSSELDORF (eis). Etwa jede fünfte Frau mit Gestationsdiabetes (GDM) bekam in einer Studie binnen neun Jahren einen manifesten Diabetes mellitus (CMAJ 179, 2008, 229). In der Analyse des Bevölkerungsregisters der kanadischen Provinz Ontario bekamen von 1995 bis 2004 von 659 164 werdenden Müttern ohne Diabetes 21 823 (3,3 Prozent) GDM. Nach dem GDM kriegten 19 Prozent der Frauen binnen neun Jahren Diabetes mellitus, bei den Müttern ohne GDM waren es nur zwei Prozent, wie Dr. Helmut Kleinwechter beim Diabetes Update in Düsseldorf berichtet hat. Nach GDM sollten Frauen daher zur Diabetesprävention beraten und alle drei Jahre auf Diabetes untersucht werden, rät Kleinwechter.

Lesen Sie dazu auch:
Weniger Hypoglykämien mit basaler Therapie bei Typ 2
Training zum Gefühl für die richtige Insulinmenge
Mit Telemedizin zum Abnehmen
Was Diabetiker wissen müssen, die eine Fernreise antreten
Exenatide hilft beim Abspecken

Lesen Sie dazu auch kurz notiert:
Niedriger glykämischer Index bringt es
Psychoedukation lindert Depressionen
Rauchen ist bei Typ-1-Diabetes verbreitet
Große Diabetes-Tagung steht vor der Tür

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »