Ärzte Zeitung online, 29.05.2011

EHEC und HUS in den Bundesländern

BERLIN (dpa). Bundesweit gibt es inzwischen mehr als 1000 Menschen, bei denen der Durchfallerreger EHEC vermutet wird oder bereits nachgewiesen wurde. Bislang sind nach offiziellen Angaben zehn Menschen daran gestorben, weitere schweben in Lebensgefahr.

EHEC und HUS in den Bundesländern

Ein Überblick über Infektionen, Fälle von hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) und offiziell bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit EHEC (Stand 28. Mai):

  • Hamburg: 467 EHEC-Infektionen oder -Verdachtsfälle. 91 Menschen werden stationär wegen HUS oder Verdacht auf HUS behandelt. Zwei Menschen sind gestorben.
  • Schleswig-Holstein: 248 nachgewiesene Infektionen. Bislang sind 73 Menschen an HUS erkrankt. Vier Menschen sind gestorben.
  • Niedersachsen: Mehr als 140 bestätigte Erkrankungen und rund 50 EHEC-Verdachtsfälle sind bekannt. Mindestens drei Menschen sind gestorben. An der schweren Komplikation HUS leiden derzeit mehr als 40 Menschen.
  • Nordrhein-Westfalen: Mindestens 48 Menschen sind nachweislich durch den Erreger erkrankt. Bei weiteren 36 Menschen besteht der Verdacht. 15 Menschen werden wegen HUS behandelt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Bei mehr als 50 Menschen wurde eine Infektion mit EHEC diagnostiziert.
  • Hessen: Gemeldet wurden 34 HUS-Fälle.
  • Bremen: Bei mehr als 50 Menschen in Bremen und Bremerhaven besteht Verdacht auf EHEC. Bislang wurden 28 HUS-Fälle gemeldet. Eine Frau in Bremen an ihrer EHEC-Infektion gestorben.
  • Bayern: Bis Freitag wurden 23 EHEC-Infektionen gemeldet, acht Menschen wurden wegen HUS behandelt.
  • Berlin: 15 EHEC-Fälle sind bis Freitag bestätigt worden. Sechs Patienten sind von HUS betroffen.
  • Sachsen-Anhalt: Elf gesicherte Infektionen wurden gemeldet. Drei der Patienten werden wegen HUS behandelt.
  • Brandenburg: Bei vier Patienten wurde die Infektion bestätigt. Darüber hinaus gibt es mindestens vier Verdachtsfälle, bei zwei Betroffenen besteht der Verdacht auf HUS.
  • Sachsen: Gemeldet wurden sechs EHEC-Kranke, kein Fall von HUS.
  • Baden-Württemberg: Fünf Fälle von HUS wurden offiziell gemeldet.
  • Saarland: Fünf gesicherte EHEC-Infektionen, drei Patienten sind an HUS erkrankt. Bei einem weiteren Patienten besteht Verdacht auf HUS.
  • Thüringen: Fünf bestätigte Infektionen, zwei weitere Verdachtsfälle. Zwei Patienten sind von HUS betroffen.
  • Rheinland-Pfalz: Zwei bestätigte EHEC-Infektionen; ein Patient schwer krankt.

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