Ärzte Zeitung online, 04.06.2011

HUS und EHEC: Die Ausbreitung in Europa

HUS und EHEC: Die Ausbreitung in Europa

Deutschland ist der Krisenherd, doch EHEC und HUS haben längst auch andere europäische Länder erreicht. Wir dokumentieren die täglich neu gemeldeten Fallzahlen.

Als Quelle dient für Deutschland das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Hierzulande besteht für das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) laut Paragraf 6 des Infektionsschutzgesetzes eine namentliche Meldepflicht. Das RKI bietet Ärzten dazu einen Muster-Erfassungsbogen für die Meldung an die Gesundheitsämter an.

Europaweit werden die Fallzahlen von dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in Stockholm erfasst und an die EU-Kommission in Brüssel gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sammelt die gemeldeten Zahlen wiederum von den nationalen Behörden.

Die offiziellen Zahlen sind oft allerdings zeitverzögert, das räumen die Behörden selbst ein. Denn erfasst werden zunächst nur laborbestätigte Fälle. Außerdem führen die Meldewege durch die behördlichen Instanzen zu einer Verzögerung.

Die aus den europäischen Ländern gemeldeten Zahlen müssen zudem nicht zwingend mit dem Ausbruchsgeschehen in Deutschland zusammenhängen. Von den meisten Fällen wird jedoch berichtet, dass die Erkrankten sich zuvor in Deutschland aufgehalten haben.

2011-06-02 EHEC/HUSStepMap 2011-06-02 EHEC/HUS

Europaweite EHEC- und HUS-Fälle.

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2011-06-02 EHEC/HUSStepMap 2011-06-02 EHEC/HUS

EHEC- und HUS-Fälle in den Bundesländern.

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