Ärzte Zeitung online, 18.11.2011
Kliniken fordern Sonderbudgets für Fälle wie EHEC
DÜSSELDORF (iss). Kliniken müssen einen gesicherten Anspruch auf angemessene Vergütung für die zusätzlichen Belastungen erhalten, die durch Ereignisse wie den Ausbruch der EHEC-Erreger verursacht werden. Das fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG).
"Es fehlen adäquate gesetzliche Regelungen im Krankenhausentgeltgesetz für unvorhergesehene Ereignisse wie die EHEC-Krise", sagte Dr. Roland Laufer, DKG-Dezernent für Krankenhausfinanzierung und -planung, bei einer Informationsveranstaltung zum DRG-System während des Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf.
"Ich hoffe, dass es nach der EHEC-Krise nicht zu einer Finanzierungskrise kommt."
Bei der Behandlung von Patienten mit EHEC seien den Häusern Kosten entstanden, die im DRG-System nicht adäquat abgebildet seien, berichtete er.
Kliniken pochen auf vollständige Finanzierung
Er nannte zusätzliche Personal- und Sachkosten sowie Erlösverluste durch verschobene oder abgesagte Behandlungen. Die Belastungen würden bei den Erlösausgleichen und beim Mehrleistungsabschlag nicht sachgerecht berücksichtigt.
Laufer forderte gesetzliche Regelungen für die vollständige Finanzierung solcher Krankenhausfälle außerhalb des "Normalbetriebs".
"Aus Sicht der DKG sind unverbindliche Absichtserklärungen einzelner Krankenkassenverbände nicht ausreichend."

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