Ärzte Zeitung, 16.09.2009

Ein Symptom - viele mögliche Ursachen

MANNHEIM (sec). In der Praxis ist es oft schwierig, chronische Obstipation auf einen singulären Pathomechanismus zurückzuführen, betonen die Autoren des Buches "Chronische Obstipation in Praxis und Klinik" (Uni-Med-Verlag).

Beispiel: Eine ältere, bettlägerige Patientin mit diabetischer Neuropathie und einer Beckenbodensenkung mit symptomatischer Rektozele und Rektumprolaps erhält wegen chronischer Schmerzen Opiatanalgetika. Die Tatsache, dass hier außer allgemeinen obstipationsfördernden Lebensumständen (Alter, Geschlecht, Bewegungsmangel) sowohl darmnahe als auch darmferne Ursachen für eine chronische Obstipation vorliegen, verdeutliche die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit für eine sinnvolle Therapie, so die Autoren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »