Ärzte Zeitung, 25.07.2007

Sommerakademie 2007

Bei starken Schmerzen nicht zögern, sofort stark wirksames Opioid!

Ausreichende Schmerzlinderung ist bei jeder Schmerzstärke möglich

NEU-ISENBURG (mar). Chronische Schmerzen haben in Deutschland etwa elf Millionen Menschen. Bei ihnen eine gute Schmerzlinderung zu erreichen, ist aufgrund der Fortschritte in der Schmerztherapie keine Utopie.

Eine gute Schmerzkontrolle gelingt bei starken Schmerzen meist nur mit einer Kombinationstherapie. Dabei sollte die medikamentöse Therapie immer nur ein Baustein der Schmerzbehandlung sein.

Abgekommen ist man bei der Analgetika-Therapie von dem Konzept, dass die drei Stufen des WHO-Stufenschemas strikt Stufe um Stufe durchlaufen werden müssen. Maßgebend ist vielmehr die Schmerzstärke. So kann bei Patienten mit sehr starken Schmerzen, die bisher noch kein Opioid erhalten haben, die Therapie sofort mit einem Stufe-III-Opioid begonnen werden. Auch Patienten, bei denen eine rasche Zunahme der Schmerzen erwartet wird, etwa Krebskranke, sollten früh ein Stufe-III-Opioid bekommen, dessen Dosis dann entsprechend gesteigert werden kann.

Wichtig bei einer Therapie mit Opioiden ist die Obstipations-Prophylaxe. Die opioidinduzierte Obstipation ist eine Klasseneigenschaft. Die Patienten sollten daher vom Therapiestart an ein Laxans erhalten. Eine neue Option, der opioidinduzierten Obstipation vorzubeugen, ist Oxycodon in fixer Kombination mit Naloxon. Durch den Naloxon-Anteil ist das Risiko für eine opioidinduzierte Obstipation mit all ihren unangenehmen Begleitsymptomen geringer.

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