Ärzte Zeitung, 06.11.2011

Charité bekommt Geld vom Bund

Der Bund steigt wieder in die Finanzierung der Hochschulmedizin ein. An der Charité sollen Bund und Land Berlin einüben, wie die Zusammenarbeit funktionieren könnte.

Rot-schwarz ist sich einig: Bund darf seinen Fuß in die Tür der Charité setzen

Charité steht drauf, bald ist der Bund mit drin.

© Schöning / imago

BERLIN (af). Die Charité wird aller Voraussicht nach mit dem bundeseigenen Forschungszentrum für molekulare Medizin (Max-Delbrück-Centrum) in Berlin-Buch eine Ehe auf Zeit eingehen.

CDU und SPD in Berlin, die derzeit über die Bildung einer Koalitionsregierung verhandeln, waren sich in ihrer jüngsten Koalitionsrunde am Freitag darüber weitgehend einig.

40 Millionen Euro angedacht

Verbunden ist das zunächst bis Ende 2017 befristete Pilotprojekt mit einer jährlichen Zuwendung in zweistelliger Millionenhöhe aus dem Haushalt des Bundesforschungsministeriums. Die Rede ist von 40 Millionen Euro.

2018 soll feststehen, ob das Modell für einen Wiedereinstieg des Bundes in die Finanzierung der Hochschulmedizin taugt. Die Charité als größte Uniklinik in Deutschland schreibt rote Zahlen.

Zieht Max-Delbrück-Zentrum nach Mitte um?

Die neue Bund-Berlin-Beziehung soll 2013 aufgelegt werden. Die künftigen Koalitionäre wollen in der Zwischenzeit die Details klären. Im Gespräch ist, einen Teil der Forschungszuschüsse des Landes Berlin in die Sanierung von Bauten der Charité umzuleiten.

Diskutiert wird auch, dass das Max-Delbrück-Zentrum aus Buch nach Mitte umziehen könnte.

In einer für die Berliner Kliniklandschaft bedeutenden Frage sind CDU und SPD offenbar auch weiter gekommen: Alle drei Standorte der Charité in Mitte, Wedding und Steglitz sollen erhalten bleiben, schreibt die "Berliner Zeitung".

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