Ärzte Zeitung, 16.08.2010

Chili-Scharfmacher senkt auch den Blutdruck

CHONGQING (ob). Der Wirkstoff Capsaicin, der als Inhaltsstoff von Chilischoten für die geschmackliche Schärfe sorgt, senkt anscheinend auch den Blutdruck - zumindest bei hypertensiven Labormäusen. Das berichten chinesische Forscher jetzt in der Fachzeitschrift "Cell Metabolism".

Sie fanden bei ihren Experimenten heraus, dass die blutdrucksenkende Wirkung wohl auf eine direkte Stimulation von in Gefäßen enthaltenen Ionenkanälen (TRPV1) durch Capsaicin zurückzuführen ist. Die Aktivierung dieser Kanäle verstärkt die Bildung von Stickoxid (NO), was wiederum zur Verbesserung der endothelabhängigen Vasodilatation und so zur Blutdrucksenkung beiträgt.

Ob allerdings die den Labortieren zugemutete langfristige Capsaicin-Exposition auch auf den Menschen übertragbar ist, bleibt noch zu klären.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »