Ärzte Zeitung, 21.02.2011

Gericht untersagt Apothekenkonzept von Schlecker

STUTTGART (eb). Die holländische Versandapotheke "Vitalsana" darf in Deutschland ohne die erforderliche Apothekenbetriebserlaubnis keinen Apothekenbetrieb unterhalten - auch nicht teilweise. Das entschied das Oberlandesgericht Stuttgart.

Wie die Wettbewerbszentrale berichtet, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Hinter der Versandapotheke "Vitalsana" steht die deutsche Drogeriemarktkette Schlecker in Ehingen.

Die Wettbewerbszentrale hatte kritisiert, dass "Vitalsana" maßgebliche Teile ihrer Geschäftsaktivitäten als Apotheke nicht von den Niederlanden, sondern von Deutschland aus erbringe. So werden unter anderem unter Zuhilfenahme der Ressourcen der Firma Schlecker von dort aus Vertragsverhandlungen, Besprechungen und Vertragsabschlüsse mit Lieferanten, Dienstleistern und Krankenkassen geführt.

Ferner erfolge dort die schriftliche Bestell- sowie die Rezeptannahme, die Sammlung retournierter Arzneimittel sowie auch die pharmazeutische Beratung.

Az.: 2 U 65/10

Topics
Organisationen
Schlecker (39)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »