Ärzte Zeitung, 17.03.2004

Irakische Kinder zur Behandlung in deutschen Kliniken

FRANKFURT/MAIN (Smi). Heute mittag werden in Frankfurt am Main acht kranke Kinder aus dem Irak erwartet, die in deutschen Kliniken behandelt werden sollen. Sie leiden an angeborenen Herzfehlern, flächenhaften Verbrennungen mit schmerzhaften Narbensträngen, urogenitalen Mißbildungen und Colitis ulcerosa.

Organisiert worden ist die Hilfsaktion von den Internationalen Ärzten zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), dem Friedensplenum Mannheim und der Deutsch-Syrischen Gesellschaft. Die Vorbereitungen dazu haben über ein halbes Jahr gedauert.

Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen sieben und 19 Jahre alt und werden von vier Erwachsenen begleitet. Sie sollen im Mannheimer Theresienkrankenhaus und im Diakonie-Krankenhaus Mannheim sowie in der Kinderchirurgie des Uniklinikums Ludwigshafen und in der Herzchirurgie behandelt werden.

Einer der Organisatoren der Aktion ist Professor Ulrich Gottstein aus Frankfurt am Main, Ehrenmitglied des IPPNW-Vorstands, der selbst bereits neunmal im Irak gewesen ist, um den unterversorgten Menschen dort zu helfen. "In irakischen Krankenhäusern gibt es noch immer keine modernen Geräte, weder Echokardiographie noch Sonographie", so Gottstein, "komplizierte Operationen können die irakischen Kollegen nicht vornehmen." Außer den jungen Herzpatienten sollen die Kinder etwa drei Wochen in Deutschland bleiben.

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