Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Hilfsorganisationen setzen Arbeit aus

KABUL (dpa). Nach dem tödlichen Anschlag auf fünf Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Nordwest-Afghanistan (wir berichteten) werden mehrere Hilfsorganisationen ihre Arbeit in der Region aussetzen.

Bei einem Treffen von sechs Organisationen sei beschlossen worden, daß von heute an alle Aktivitäten in der Provinz Badghis "aus Solidarität, aber auch auf Grund eigener Sicherheitsbedenken für vier Wochen eingestellt werden", teilte die deutsche Hilfsorganisation HELP mit. Ärzte ohne Grenzen hatte bereits am Donnerstag die Arbeit im ganzen Land auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

HELP forderte alle Hilfsorganisationen in Afghanistan dazu auf, die Arbeit am 9. und 10. Juni zum Gedenken an die Opfer niederzulegen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30669)
Organisationen
Ärzte ohne Grenzen (421)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »