Ärzte Zeitung, 22.06.2004

Hilfe für Darfur reicht nicht

"Ärzte ohne Grenzen" warnt vor Hungersnot

BERLIN/KHARTUM (dpa). Die bisherigen Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge in der westsudanesischen Region Darfur reichen nach Ansicht der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) bei weitem nicht aus, um eine Hungersnot zu vermeiden.

"Zehntausende Menschen könnten sterben", heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung der Organisation. "Zudem sind die Vertriebenen weiterhin Angriffen und Vergewaltigungen durch regierungsfreundliche Milizen ausgesetzt."

In den Flüchtlingslagern sei jedes fünfte Kind schwer unterernährt, so MSF. Unregelmäßige und unzureichende Nahrungsmittelverteilungen deckten nicht den Bedarf der Menschen, die völlig geschwächt seien von Gewalt, Entbehrung und Vertreibung. Seit mehreren Monaten seien die Vertriebenen völlig von Hilfe von außen abhängig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »