Ärzte Zeitung, 10.01.2005

Krankenkassen übernehmen die Weiterbehandlung

Kulantes Vorgehen zugesagt

NEU-ISENBURG (ger). Die gesetzlichen Krankenkassen wollen ihre Versicherten, die wegen der Flutwellen-Katastrophe in Not geraten sind, im Rahmen ihrer Möglichkeiten kulant behandeln. Das geht aus Informationen im Internet und aus Mitteilungen mehrerer Kassen hervor.

Die Kosten für die Behandlung im Ausland und für den Rücktransport verletzter Touristen aus dem Ausland dürfen die Krankenkassen nicht übernehmen. In einer Information im Internet, die auf Webseiten mehrerer Kassen und Verbände veröffentlicht ist, heißt es, daß die Kosten des Krankentransports vom deutschen Flughafen in ein nahegelegenes Krankenhaus übernommen würden. Bei traumatisierten Patienten könne auch der Transport in ein wohnortnahes Krankenhaus übernommen werden.

Auch die Kosten für notwendige Nachsorgeuntersuchungen und Behandlungen in Deutschland seien die gesetzlichen Kassen bereit zu tragen. Dazu gehöre auch eine psychotherapeutische Betreuung.

Die Ersatzkassenverbände in Rheinland-Pfalz appellierten an die Therapeuten, notwendige Behandlungen traumatisierter Patienten umgehend aufzunehmen. Bei Wartelisten für den Beginn einer Psychotherapie sollten Opfer der Katastrophe Vorrang haben, so die Kassenverbände. Das besondere Ausmaß des Unglückes mache dies notwendig.

Grundsätzlich stünden die Krankenkassen ihren betroffenen Mitgliedern für alle Fragen jederzeit zur Verfügung.

Weitere Informationen im Internet zum Beispiel unter www.vdak.de

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