Ärzte Zeitung, 14.02.2005

Ökumenische Gottesdienste für Paare am Valentinstag

Seit fünf Jahren gibt es in Erfurt Segnungsgottesdienste

ERFURT (ddp). Heute zum Valentinstag findet in vielen deutschen Kirchen ökumenische "Segnungsgottesdienste für alle, die partnerschaftlich unterwegs sind" statt - nach einem Vorbild aus Erfurt. Denn dort wird das seit fünf Jahren gemacht.

Das junge Paar aus Erfurt steckte in einer tiefen Krise. Eine Trennung wurde erwogen. Als letzten Ausweg besuchten die beiden am Valentinstag 2004 in einer Erfurter Kirche den ökumenischen Segnungsgottesdienst für Paare. Dort redeten ältere und junge Paare über ihre Probleme und ihr Glück. Wer wollte, erhielt zum Schluß den Segen eines katholischen Pfarrers und einer evangelischen Pfarrerin. Für das Paar aus Erfurt brachte die Messe die Wende in ihrer Beziehung: In diesem Sommer wird geheiratet.

Erfurts Dompfarrer Reinhard Hauke, der vor fünf Jahren erstmals in einer deutschen Kirche einen solchen Segnungsgottesdienst abhielt, erzählt die Geschichte des Paares voller Stolz. Schließlich hat er die beiden und viele andere zur Partnerschaft ermutigt.

In der Erfurter Lorenzkirche werden wie heute in den Jahren zuvor wieder etwa 80 christliche und nichtchristliche Paare erwartet. Die meisten kommen jedes Jahr wieder. Vor allem viele junge Paare zieht es am Valentinstag in die Kirche.

Zum Ritual des Gottesdienstes gehört, daß Männer und Frauen über ihr Zusammenleben berichten. Bei der Segnung darf jedes Paar im Zwiegespräch mit dem Pfarrer persönliche Wünsche vortragen. Der Dompfarrer hat den Gottesdienst ins Leben gerufen, weil ihm im kirchlichen Alltag die Fürsorge für Paare fehlte.

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