Ärzte Zeitung, 06.12.2005

BUCHTIP

Verständigung ohne Worte

Wie können sich Ärzte mit Schlaganfall-, Koma- oder Demenz-Patienten verständigen, die aufgrund ihrer Erkrankung außerstande sind zu sprechen? Wenn Schwerkranken die Worte durch körperliche oder mentale Behinderungen fehlen, dann bleibe, so Dr. phil. Carola Otterstedt, als wichtigste Dialogebene die nonverbale Kommunikation.

Denn über die Körpersprache vermittelten die Patienten weiterhin ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse. Um diese Ausdrucksmöglichkeiten kennen zu lernen, bewußt einzusetzen und als Chance für eine verbesserte Verständigung mit Schwerkranken zu nutzen, hat die Münchner Verhaltensforscherin die nonverbalen Kommunikationselemente zusammengefaßt.

Schrittweise sensibilisiert Otterstedt in ihrem Buch "Der nonverbale Dialog" für die Signale der Körpersprache. Alltagsorientierte Übungen helfen, die Wirkung körperlicher Einschränkungen zu verstehen.

Ergänzt werden die Informationen im Buchanhang durch das neue Spiel- und Therapiesystem "Partico", das als pädagogisches und therapeutisches Hilfsmittel für behinderte, kranke und schwerstkranke Menschen entwickelt worden ist. (hsr)

Carola Otterstedt: Der nonverbale Dialog; Verlag Modernes Lernen Dortmund 2005; 304 Seiten, diverse farbige Abbildungen und Fotos, EUR 22,50, ISBN 3-8080-0569-6

Topics
Schlagworte
Panorama (30354)
Krankheiten
Demenz (2966)
Schlaganfall (2969)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »