Ärzte Zeitung, 07.12.2005

Die Rente wird digital - Behörde mit Trust Center

BERLIN (gvg). Die 73 000 Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung können demnächst elektronische Dokumente rechtsverbindlich mittels Chipkarte unterschreiben. Als erste deutsche Behörde hat die DRV dazu jetzt ein eigenes Trust Center in Betrieb genommen.

Die Möglichkeit zur elektronischen Unterschrift mittels Chipkarte betrifft zum Beispiel Zahlungsanweisungen, die von Mitarbeitern künftig elektronisch veranlaßt werden können. Die Karten sollen auch als Zugangsschlüssel für den PC sowie zur Arbeitszeiterfassung genutzt werden. Für Rentenempfänger und -einzahler ändert sich nichts.

Mit dem Betrieb eines eigenen Trust Centers, das unter anderem dazu dient, die Echtheit einer digitalen Unterschrift zu belegen, betritt die DRV Neuland.

Weil die für die Erstellung der Chipkarten benötigten Personaldaten direkt aus der DRV-Datenbank entnommen werden können, sei dieses Vorgehen wirtschaftlicher und in der täglichen Praxis schneller als die Nutzung eines externen Trust Centers eines IT-Dienstleisters, heißt es dazu bei der Behörde. So soll es im Falle einer defekten Karte keine 30 Minuten dauern, bis eine neue hergestellt ist.

Das Modell "Eigenbetrieb eines Trustcenters" kommt prinzipiell auch für Krankenkassen und Ärztekammern in Frage, die in Zukunft die elektronischen Gesundheitskarten und Arztausweise ausgeben müssen. Das DRV-Trust Center wurde unter der Leitung von Siemens Business Solutions zusammen mit dem Kartenanbieter Winter AG, dem Berliner Unternehmen D-Trust und dem Sicherheitsdiensteanbieter Secunet realisiert.

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