Ärzte Zeitung, 21.12.2005

Notfall-Psychologin warnt vor Flashbacks bei Berichterstattung

Die Malteser Notfall-Psychologin Olivia Langer warnt vor neu aufbrechenden Traumata durch die aktuelle Berichterstattung ein Jahr nach dem Tsunami.

Das im Laufe des Jahres erreichte Verarbeitungsniveau könne, so Langer, durch intensive Rezeption der Bilder und Berichte erschüttert werden und zu erheblichen seelischen Belastungen oder Rückblenden führen.

"Kurze Berichte wirken dann wie Schlüsselreize, die all die Schmerzen, Ängste und den erlebten Horror wieder hochspülen." Besser sei es, im Kreis der Familie über das Vergangene zu reden. (ag)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »