Ärzte Zeitung, 09.06.2006

Weltfußball-Verband sagt Rassismus den Kampf an

Spieler, Trainer, Betreuer und Offizielle müssen Strafen fürchten, Fans eher nicht

Diskriminierung und Rassismus soll bei der Fußball-WM in Deutschland keinen Platz erhalten. "Wir werden bei jedem Spiel eine Botschaft gegen Rassismus aussenden", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter.

Eine Einschränkung gilt für Fans von WM-Teams, weil sie zum Teil nicht in getrennten Blöcken, sondern zusammen auf der Tribüne sitzen. So sind sie nur schwer einer Mannschaft zuzurechnen. "Deshalb beschränken wir uns auf die Direktbeteiligten: Spieler, Trainer, Betreuer und Offizielle", sagte FIFA-Sprecher Andreas Herren.

Gemäß Absatz 4 des Artikels 55 können bei diskriminierenden und menschenverachtenden Verhalten von Spielern, Offiziellen oder Zuschauern, das einer Mannschaft zugeordnet werden kann, dem betreffenden Team schon bei einem ersten Vergehen drei Punkte abgezogen werden. Beim zweiten Vergehen werden sechs Zähler aberkannt und bei einem weiteren die Relegation der Mannschaft ausgesprochen.

Bei Verstößen kann der betroffene Verband für zwei Jahre vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen werden. Weiterhin können Spielsperren und Geldstrafen verhängt werden - bei Offiziellen sogar mindestens 30 000 Schweizer Franken. Clubs können mit der gleichen Summe zur Kasse gebeten werden, wenn Anhänger Transparente mit diskriminierenden Aufschriften zeigen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »