Ärzte Zeitung, 20.10.2006

Zickig, gestreßt, verliebt - TV-Doku über Pubertät

Arte sendet ab Montag Serie "Das Ende der Kindheit"

HAMBURG (dpa). Vieles ist peinlich, die Eltern nerven, man fühlt sich allein: Der TV-Sender Arte hat sechs pubertierende Kinder zwei Jahre lang bei ihrer Entwicklung zu jungen Erwachsenen begleitet.

Die Doku-Serie "Das Ende der Kindheit" erzählt den ganz normalen Wahnsinn von Moritz, Renke, Rebecca, Susanne, Benny und Florine. "Wir wollten nicht die Klischees der Pubertät abhandeln, sondern Authentisches zeigen", so Regisseurin Dominique Klughammer. Die fünfteilige Serie im Auftrag des ZDF wird von Montag an bis Freitag (27. Oktober) jeweils um 20.15 Uhr bei Arte zu sehen sein.

In der Dokumentation werden alltägliche Familienkonflikte, Schulprobleme, das neue Körpergefühl und das Gefühlschaos der ersten großen Liebe der sechs Heranwachsenden ungewöhnlich offen gezeigt. Das persönliche Erleben der Jungen und Mädchen aus Sachsen und Bayern steht dabei im Mittelpunkt. Zuschauer können am Leben der unterschiedlichen Familien teilhaben und deren Entwicklung beobachten.

"Die Sechs bieten eine große Bandbreite - Zickigkeit, Streß zu Hause, zu klein, zu groß, erstmals verliebt", erklärte die Regisseurin. Alle drei Monate hätten sie und ihr Team die Jugendlichen zu Hause besucht und ihren Alltag gefilmt. "Wir wollen zeigen, daß alle mit den gleichen Sorgen zu kämpfen haben."

Moritz aus Leipzig beispielsweise hat in der ersten Folge Probleme, von denen er vor ein paar Monaten noch gar nichts ahnte: sein Styling. Die Kameras begleiten den Teenager beim Haargelen und Shoppen mit der Mutter, was ihm ziemlich "peinlich" ist. Moritz ist noch recht klein und muß in der Kinderabteilung seine Sachen aussuchen.

"Das Projekt war eigentlich nur Spaß", sagte der heute 15jährige. "Ich habe jetzt schon ziemlich Angst vor der Ausstrahlung", meinte er mit Blick auf die Reaktionen von Freunden und Verwandten. "Über diese schwierige Zeit hat man sonst keine Bilder, keine Dokumentation", erläuterte Rebeccas Stiefvater, Werner Hartl, warum seine Familie sich auf dieses Experiment eingelassen hat.

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