Ärzte Zeitung, 22.05.2007

Wo Büchner, Liebig und Röntgen wirkten

Viele Geistesgrößen hatten eine intensive Affinität zur Medizin

Ein großformatiger Jubiläumsband gibt Einblick in die Geschichte der Gießener Universität.

Wenn von der stolzen Tradition der Universität Gießen die Rede ist, so fallen zuerst meist nicht die Namen von Ärzten - sondern von den Geistesgrößen Georg Büchner, Justus von Liebig und Wilhelm Conrad Röntgen. Alle drei hatten jedoch eine intensive Affinität zur Medizin. Büchner studierte in Gießen Medizin, ehe er zum Dichter, Naturforscher und Revolutionär mutierte. Liebig avancierte an der Gießener Universität zum bedeutendsten Chemiker seiner Zeit, mischte sich aber auch gern in die Personalverhältnisse der Medizinischen Fakultät ein. Und der Nobelpreisträger Röntgen hatte in Gießen als Physik-Ordinarius gewirkt. Die Koryphäen werden im Jubiläumsband in Essays und Bildern ausführlich gewürdigt, aber auch Akteure und Schauplätze aus anderen Wissenschaftsdisziplinen, aus der Medizin etwa der "Römisch-Kaiserliche Leibmedikus" Michael Bernhard Valentini, das "Quartier Médicin" und der Botanische Garten.
(kbr)


Horst Carl, Eva-Marie Felschow, Jürgen Reulecke,Volker Roelcke, Corina Sargk (Hrsg.): Panorama - 400 Jahre Universität Gießen, Societäts-Verlag 2007, 320 S., 29,80 Euro, ISBN: 978-3-7973-1038-5

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