Ärzte Zeitung, 04.06.2007

BUCHTIPP DES TAGES

Ein Netter für Praxis und Klinik

Mit dem Netter-Anatomieatlas haben viele Medizinstudenten irgendwann Spaß an der Anatomie gefunden. Doch auch für Klinik und Praxis gibt es einen eleganten Schmöker aus der Hand des 1991 gestorbenen Arztes und Künstlers Frank H. Netter: "Netters Klinische Anatomie" wurde von Professor John T. Hansen und Professor David R. Lambert von der Universität Rochester jetzt in der dritten überarbeiteten Auflage herausgegeben. Sei es die Anatomie von Gesunden, die Darstellung von Operationsfeldern, von Hauterscheinungen oder Körperhaltungen bei bestimmten Krankheiten - es gelingt Netter stets, charakteristische Details hervorzuheben.

Über die Darstellung der anatomischen Strukturen hinaus findet man präzise Zeichnungen von pathologischen Veränderungen und von klinischen Untersuchungen. In blauen Tabellen sind anatomische Fakten zusammengestellt. Damit können Ärzte nachschlagen und ihr Anatomie-Wissen auffrischen.

In roten Tabellen werden Krankheitsbilder anhand von morphologischen Veränderungen dargestellt. Ergänzt werden die Farbtafeln durch Abbildungen von charakteristischen radiologischen Befunden. Am Ende jedes Kapitels sind umfangreiche Wiederholungsfragen zusammengestellt, mit deren Hilfe der Leser seinen Wissenszuwachs prüfen kann. (skh)

John T. Hansen, David R. Lambert: Netters Klinische Anatomie, Thieme Verlag, 3. Auflage 2006, 668 Seiten, 79,95 Euro, ISBN 9783131430915

Topics
Schlagworte
Panorama (30149)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »