Ärzte Zeitung, 03.08.2007

Tote und Verletzte nach Brückeneinsturz in USA

Über 20 Menschen vermisst / "Katastrophe von historischem Ausmaß" / Einsturzursache ist noch unklar

WASHINGTON (dpa). Mitten im Berufsverkehr ist am Mittwochabend eine achtspurige Autobahnbrücke über den Mississippi im US-Staat Minnesota eingestürzt.

Unter Trümmern begraben waren noch Stunden nach dem Einsturz der Mississippi-Brücke Autos und Lastwagen. Foto: dpa

Gut zwölf Stunden nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke über den Mississippi im US-Staat Minnesota gab es gestern kaum noch Hoffnung auf die Bergung weiterer Überlebender. 20 Menschen waren bei Sonnenaufgang am Donnerstag noch vermisst. Behörden sprachen von 60 Verletzten und neun Toten.

Die 40 Jahre alte Brücke verband die Städte Minneapolis und St. Paul und brach am Mittwoch plötzlich in drei Abschnitten über dem Fluss zusammen. Nach Augenzeugenberichten stürzten 50 bis 100 Fahrzeuge ins Wasser oder wurden am Flussufer unter Trümmern begraben, darunter auch ein Schulbus mit 60 Kindern. Polizeiangaben zufolge konnten sie in Sicherheit gebracht werden. Gouverneur Tim Pawlenty bezeichnete das Unglück als "Katastrophe von historischem Ausmaß".

Über die Einsturzursache herrschte noch Unklarheit. Pawlenty erklärte, dass 2005 und 2006 bei Kontrollen keine Mängel festgestellt worden seien. Am Unglückstag waren Fahrbahnerneuerungsarbeiten im Gange, die eine noch größere Katastrophe verhinderten, da mehrere Fahrspuren gesperrt waren.

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