Ärzte Zeitung, 21.01.2008

Künftige Notärzte im Einsatz

In Göttingen erproben Kollegen die Bergung schwer verletzter Patienten

GÖTTINGEN (pid). Schwerer Unfall mit vielen Verletzten: Rund 50 angehende Notärzte aus ganz Deutschland waren am Freitag in Göttingen stark gefordert.

 Künftige Notärzte im Einsatz

Einsatz in Göttingen: Künftige Notärzte bei der Arbeit.

Foto: Rink/pid

Eine Woche lang hatten sie sich intensiv weitergebildet. Bei einer Großübung auf dem Gelände der Göttinger Berufsfeuerwehr mussten sie das Erlernte in der Praxis umsetzen. Gemeinsam mit den Angehörigen der Berufsfeuerwehr und den "Schnellen Einsatz Gruppen" des Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe übten die Notärzte in spe den optimalen Ablauf bei der Versorgung schwer verletzter und eingeklemmter Patienten. "Eine solche Übung in Zusammenarbeit mit allen Rettungskräften ist eine einmalige Lernerfahrung", sagte Markus Roessler, Oberarzt am Zentrum Anästhesie, Rettungs- und Intensivmedizin (ZARI) des Göttinger Universitätsklinikums.

Auch deshalb erfreuen sich die von der Göttinger Universitätsmedizin angebotenen Kurse für angehende Notärzte bundesweit großer Beliebtheit. Viele Teilnehmer waren aus so entfernten Städten und Regionen wie Bamberg, Kiel oder dem Ruhrgebiet angereist.

Bei der spektakulären Übung ging es nicht allein um die medizinische Betreuung von Verletzten, sondern auch um das Zusammenspiel mit den übrigen Rettungskräften. Das Übungsszenario beinhaltete, dass mehrere Verletzte eingeklemmt waren und herausgeschnitten werden mussten. Am Ende gab es vor allem einen Kritikpunkt: Die Bergung einer Patientin mit schwerem Blutverlust dauerte zu lange.

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