Ärzte Zeitung online, 04.07.2008

MRT auch für Haustiere - aber nur in Vollnarkose

MÜNCHEN (dpa). Erkrankte Haustiere sollen bei der Diagnostik nicht länger das Nachsehen haben: Künftig könnten auch Kleintiere in der Röhre eines Kernspin-Tomographen (MRT) untersucht werden, um Details aus dem Körperinneren sichtbar zu machen. Ohne weiteres geht das aber nicht.

Entprechende Programme, damit auch Tiere mit MRT untersucht werden können, entwickelt der Elektrokonzern Siemens, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte.

Mit Hilfe dieser Methode können die Ärzte etwa Tumore entdecken oder die Ursachen für Atem- oder Verdauungsbeschwerden herausfinden und im Notfall auch sofort operieren.

Für Herrchen und Frauchen dürfte das Verfahren dennoch eine Tortur bedeuten, muss ihr Liebling doch in Vollnarkose auf einer Liege festgeschnallt werden. Denn für eine gute Aufnahme dürften sich die Tiere nicht bewegen, so das Unternehmen.

Nach Angaben von Siemens leben in deutschen Haushalten derzeit rund 5,3 Millionen Hunde und 7,5 Millionen Katzen.

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