Ärzte Zeitung, 30.07.2008

Viele Affären um Doping vor dem Olympia-Start

BERLIN/PEKING (dpa/eb). Doping, immer wieder Doping: Kurz vor dem Beginn der Olympischen Sommerspiele gibt es aus mehreren Ländern News von Sportlern und Trainern, die mit Doping in Verbindung gebracht werden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Nationale Olympische Komitee Griechenlands (EOE) suchen nach Wegen, die griechische Sprinterin Ekaterina Thanou von den Olympischen Spielen in Peking auszuschließen. Offenbar steht am 2. Februar 2009 ein Prozess gegen Thanou wegen Meineids an. Ein Grund für das IOC, Thanou einen Start in Peking zu verwehren?

Thanou will vier Jahre nach dem Riesenskandal bei den Spielen in Athen ein Olympia-Comeback in der chinesischen Hauptstadt feiern. Sie und der griechische Sprinter Konstantinos Kenteris hatten einen Tag vor Beginn der Olympischen Spiele 2004 einen Dopingtest verpasst und für einen Skandal gesorgt. Sie wurden damals für zwei Jahre gesperrt.

Der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) wird nach einem Bericht des ZDF wegen Doping-Vorwürfen die Olympia-Nominierung des Trainers von Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting überprüfen. Dies kündigte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper an. Harting-Coach Werner Goldmann ist in der gestern gesendeten ZDF-Dokumentation "Mission Gold: Wie sauber sind die Spiele?", vom Ex-Kugelstoßer Gerd Jacobs beschuldigt worden, von ihm Anfang der 80er Jahre Doping-Mittel verabreicht bekommen zu haben.

Eine neue Doping-Affäre gibt es auch in Österreich: der Triathletin Lisa Hütthaler wird vorgeworfen, in einem Doping-Analyselabor versucht zu haben, eine Mitarbeiterin zu bestechen. Hütthaler war Anfang Mai positiv auf EPO getestet worden.

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