Ärzte Zeitung online, 12.08.2008

Schwerkrankes Mädchen stirbt trotz Zwischenlandung in München

MÜNCHEN (dpa/eb). Der Wettlauf mit dem Tod war vergeblich: Die ungeplante Zwischenlandung des weltgrößten Passagierflugzeugs A380 in München am Sonntag konnte das Leben eines neunjährigen Mädchens nicht mehr retten.

Wie die Tageszeitung "tz" (Dienstag) in München unter Berufung auf den Leitenden Oberarzt Peter Freisinger der Kinderklinik Schwabing berichtet, starb die kleine Tayyaba - jüngste Tochter einer amerikanischen Familie pakistanischer Abstammung - in einem Münchner Krankenhaus trotz aller ärztlicher Bemühungen. Auskunft über die Art des Leidens erteilte der Mediziner unter Verweis auf seine Schweigepflicht nicht.

Zuvor war die Maschine mit dem schwerkranken Kind an Bord auf dem Weg von Dubai nach New York im Erdinger Moos gelandet, weil ein Arzt unter den Passagieren die dringende Einweisung in ein Krankenhaus empfohlen hatte. Der Gesundheitszustand des Mädchens hatte sich während des Flugs dramatisch verschlechtert.

Wie die "tz" schreibt, war Tayyaba schon gleich nach der Landung kaum noch ansprechbar, ihr Körper lebensbedrohlich ausgetrocknet. Schon seit der Geburt habe sie unter Magenproblemen und Bauchweh gelitten. Noch im Hubschrauber zur Kinderklinik musste sie reanimiert werden.

Der Flughafen entschied, keine Rechnung über die Kosten des Stopps zu erstellen.

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