Ärzte Zeitung online, 18.08.2008

Deutsche Forscher liefern Schlüssel für ganz neue Haarpflege

PHILADELPHIA/BAYREUTH (dpa). Nie wieder krauses, sprödes Haar - was wie ein Shampoo-Werbeslogan klingt, beschäftigt auch deutsche Wissenschaftler. Forscher der Universität Bayreuth haben nun mit einer Mikroskopiertechnik möglicherweise den Schlüssel für neue, wirkungsvollerer Shampoos und Haarpflegemittel geliefert.

Die Forscher zeigten exakt, was passiert, wenn einzelne Haare aufeinander einwirken - eine Voraussetzung, um neue Pflegemittel zu entwickeln. Die Bayreuther Doktorandin Eva Max stellte die Studie über spröde Haare auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Gesellschaft für Chemie am Sonntag in Philadelphia vor.

"Zum ersten Mal präsentieren wir eine Experimentiertechnik, die erlaubt, die feinen chemischen und physikalischen Kräfte zu messen, die entstehen, wenn ein einzelnes Haar an einem anderen vorbei gleitet oder darauf gedrückt wird", sagte Max nach Auskunft der Gesellschaft. Die Forscherin habe festgestellt, dass die Ursache für raues und sprödes Haar winzige Beschädigungen der einzelnen Haare seien, berichtet die Chemiker-Gesellschaft. Auch führten bestimmte negative Aufladungen dazu, dass sich Haare oftmals abstoßen und dadurch schwer in Form zu bringen sind.

Um solche Haarprobleme in den Griff zu bekommen, schlägt die Bayreuther Wissenschaftlerin Herstellern vor, Wirkstoffe zu entwickeln, die schuppige Unebenheiten ausgleichen und so die Reibung bei der Berührung von Haaren vermindern. Darüber hinaus sollten Haarpflegemittel künftig positiv aufgeladene Kunststoffteilchen enthalten, um den Abstoßungseffekt der negativen Aufladungen zu neutralisieren. An der Arbeit war auch das Unternehmen BASF in Bayreuth beteiligt.

Topics
Schlagworte
Panorama (30508)
Organisationen
BASF (114)
Uni Bayreuth (60)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »