Ärzte Zeitung online, 19.08.2008

Ein symmetrischer Körper wirkt auf andere Menschen sehr attraktiv

LONDON (dpa). Wer das andere Geschlecht betören will, sollte nicht nur symmetrische Gesichtszüge sondern auch einen möglichst symmetrischen Körper haben. Denn gleiche Körperhälften gelten sowohl bei Männern als auch Frauen als besonders attraktiv.

Das fanden Forscher von der Brunel Universität in Uxbridge bei London heraus.

Die Forscher um Dr. William Brown von der Brunel-Universität wandten einen neuartigen 3-D-Scanner an: Dabei erstellten sie 77 dreidimensionale männliche und weibliche Körper ohne Kopf. Hautfarbe und Gesichtszüge wurden damit außen vor gelassen.

Danach fragten sie 87 weibliche und männliche Studienteilnehmer, welche Körper vom anderen Geschlecht besonders attraktiv auf sie wirkten. Sowohl Männer als auch Frauen bevorzugten dabei die symmetrischen Körper. Wohl deshalb, weil Symmetrie mit Gesundheit und guten Genen in Verbindung stehe, sagte Brown.

Zudem untermauerten die Wissenschaftler die Bedeutung von geschlechtstypischen Merkmalen wie Größe, die Breite der Schultern oder den Brustumfang. Dabei gingen Männer, die viele männliche Merkmale sowie eine hohe Symmetrie aufwiesen, als besonders attraktiv durch. Frauen wurden dagegen als anziehend erachtet, wenn sie symmetrische Körper aber einen niedrigen Wert an "Maskulinität" aufwiesen. Die Studie wurde in den "Proceedings" der US-Akademie für Wissenschaften (PNAS/online vorab) veröffentlicht.

Abstract der Studie "Fluctuating asymmetry and preferences for sex-typical bodily characteristics"

Topics
Schlagworte
Panorama (30149)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »