Ärzte Zeitung online, 22.08.2008

Rockstar mit Nazi-ähnlichem Slogan gegen Rauchverbot

KOPENHAGEN (dpa). Dänemarks beliebtester Alt-Rockstar Kim Larsen (62) zieht mit einem leicht verfremdeten Nazi-Slogan gegen Rauchverbote zu Felde. Wie die Zeitung "Politiken" am Donnerstag berichtete, hat Larsen begonnen, auf eigene Kosten Plakate mit der deutschen Aufschrift "Gesundheit macht frei!!!" auf Werbeflächen in mehreren dänischen Städten aushängen zu lassen.

Der Satz bezieht sich auf die auch in Dänemark bekannte Inschrift "Arbeit macht frei" am Eingang zum früheren deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, in dem 1940 bis 1945 mehr als eine Millionen Juden und andere Gefangene ermordet wurden. Larsen setzte über seine Verfremdung dieses Satzes in Dänisch die Worte: "Glückwunsch zum Rauchverbot". Der überzeugte Raucher sagte: "Das ist eine Parallele zu Nazi-Deutschland. Diejenigen, die diese Rauchverbote einführen, würde ich Gesundheitsfaschisten nennen."

Larsen war in den 70er Jahren mit der Rockband Gasoline berühmt geworden, hat weiter mit seiner Musik großen Erfolg und gilt nach traditionellen dänischen Maßstäben als Linker. Der Chef der Organisation "Bekämpft den Krebs" in Dänemark, Arne Rolighed, nannte die Kampagne "geschmacklos".

Topics
Schlagworte
Panorama (30158)
Krankheiten
Krebs (4852)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »