Ärzte Zeitung online, 04.09.2008

Mehr als 160 Tote auf Haiti durch Wirbelstürme - "Ike" tobt in Karibik

MEXIKO-STADT/WASHINGTON/NEW ORLEANS (dpa). Tropensturm "Hanna" hat vor der Nordküste Haitis gewütet und mindestens 61 Menschen in den Tod gerissen. Unterdessen nimmt Wirbelsturm "Ike" Kurs auf die Karibik. Derweil kehren die Einwohner von New Orleans nach Tropensturm "Gustav" zurück.

Nach Angaben des haitianischen Zivilschutzes starben durch den Tropensturm "Hanna" allein 27 Menschen in der Stadt Gonaïves im Zentrum des Landes. Gonaïves und weite Landstriche standen auch in der Nacht zum Donnerstag noch unter Wasser.

Seit Mitte August sind in Haiti durch die Wirbelstürme "Fay", "Gustav" und "Hanna" schon mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen. "Hanna" steuert derzeit von den Turks- und Caicosinseln über die Bahamas auf den Südosten der USA zu.

Wirbelsturm "Ike" legt an Gewalt zu

Unterdessen hat Wirbelsturm "Ike" auf seinem Zug Richtung Karibik über dem Atlantik weiter an Kraft gewonnen. Das US-Hurrikanzentrum in Miami stufte ihn in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) auf einen Hurrikan der Stufe vier hoch.

In seinem Zentrum entwickele "Ike" Windgeschwindigkeiten von 215 Stundenkilometern. Damit sei er zu einem extrem gefährlichen Wirbelsturm geworden, sagten die Meteorologen. Der Hurrikan bewegt sich mit 28 Kilometern pro Stunde auf die Karibik zu, wo er am Wochenende erwartet wird. Noch sei aber unklar, wo er auf Land treffen werde.

Nach Massenflucht kehren Einwohner nach New Orleans zurück

Drei Tage nach der Massenflucht vor Hurrikan "Gustav" sind am Mittwoch Tausende Einwohner von New Orleans wieder in ihre Stadt zurückgekehrt. Die meisten Straßensperren waren laut US-Medienberichten bis zum Abend beseitigt worden. Die Absicht der Behörden, wegen des Ausfalls der Stromversorgung sowie der Schäden am Abwassersystems in vielen Stadtteilen die Rückkehr der Flüchtlinge bis mindestens Donnerstag zu verzögern, konnte offensichtlich nur teilweise umgesetzt werden.

Geschäftsleuten, städtischen Beamten sowie Mitarbeitern von Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen war schon am Mittwoch erlaubt worden, in die Metropole im Mississippi-Delta zurückzukehren. Ab Donnerstag wurde in der Küstenregion die Rückkehr der meisten der insgesamt 1,9 Millionen Menschen erwartet, die die Gefahrenzone am vergangenen Wochenende verlassen hatten. Allerdings waren allein in Louisiana noch rund 1,2 Millionen Häuser ohne Strom, berichtete der US-Sender CNN. Es könne Wochen dauern, bis alle Sturmschäden behoben seien.

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